Postplatz 3–5



Bonhoeffer Straße 148, Plauen, Eingangsbereich

Baujahr: 1912/13  |  Bauherr: Julius Tietz  |  Architekt: Emil Rößler

Bonhoefferstr. 148 vor der Sanierung

Blick in die Bahnhofstraße um 1890

Bonhoefferstr. 148, Originalfliesen im Treppenhaus

Original erhaltenes Treppenhaus

Bonhoefferstr. 148, Fassadenansicht

Blick in die Bahnhofstraße um 1914



Über das Warenhaus Julius Tietz Plauen, das lange Zeit als größtes Kaufhaus im Vogtland galt und durch seine wechselvolle Geschichte mehrere Namen hatte, ist schon viel berichtet worden. Im Dezember 2017 erschien eine detaillierte Publikation über das Kaufhaus, seinem Architekten und den Umbau zum neuen Landratsamt. Für die Maler Plauen GmbH war es das flächenmäßig größte Plauener Bauprojekt, das sie in den letzten Jahren bearbeitet hat. Insgesamt wurden über 61.000 m² Wand- und Deckenflächen gereinigt, gespachtelt und gestrichen. Baulich herrscht zu einem Drittel Neubau- und zu zwei Dritteln Altbausubstanz vor. Der Neubau besteht dabei vorrangig aus Beton- und Gipskartonflächen, der Altbau aus verputzten Ziegelwänden bzw. Stahlbeton. Die Innenräume waren wandseitig schlicht und im Deckenbereich mit einfacher Stuckierung gestaltet. Der Kernbereich, der atriumartig ausgebildet war und über eine Glaskuppel verfügte, wurde 1945 Opfer der Luftangriffe. Beim Umbau in den 1960er Jahren erfolgte durch den Einbau der Rolltreppenanlage die Schließung des Atriums. Als dekorative Bauelemente, die noch aus der Erbauerzeit vorhanden sind, gelten das dreiläufige Treppenhaus an der linken Seite der Bahnhofstraße und die in den Zimmern des Gebäudes am Postplatz ursprünglichen Stuckverzierungen im Deckenbereich. Für die Belebung der Plauener Innenstadt ist der Umbau des Warenhauses zum Landratsamt Vogtlandkreis, trotz der hohen Baukosten, vorteilhaft.